Mit Worten die Welt retten? So gehts!
Genderzwang, „Nichts darf man(n) mehr sagen“, „Sogar denken, ist noch zu laut“. In Wahrheit sieht es anders aus: Genderverbot und Rechtsruck sind die Realität.
Veraltete Rassismen und Sexismen sind in unserer Sprache allgegenwärtig. Das führt zu der Verbreitung gefährlicher Vorurteile, die sich in unserem Denken verankern.
Auch ich selbst habe mich bei meiner Arbeit im Onlinejournalismus einer diskriminierenden Sprache bedient. Bis mein feministisches Frühlingserwachen mich dazu brachte, genauer hinzusehen. Ich begann zu verstehen, was ich da wirklich sagte und fing an, nach passenderen Worten zu suchen.
Wie auch du bewusster mit deiner Sprache umgehen kannst, verrate ich dir in meinem Workshop zu diskriminierungsfreier Sprache. Und auch, wie wir mit unseren Worten gemeinsam die Welt retten können.
Warum gebe ich diesen Workshop?
Aus dreierlei Gründen, die meiner Biografie entspringen:
1. Meine Arbeitserfahrungen
Zum einem habe ich bei meiner Tätigkeit als Onlinejournalistin bemerkt, dass aufgrund von Schnelllebigkeit und Druck Inhalte geteilt werden, ohne auf eine inklusive Sprache zu achten. Artikel A geht online, Medium B und C nutzen diesen Artikel als Grundlage, um eigene Texte zu verfassen. Dabei werden diskriminierende Äußerungen und Stereotype übersehen oder nicht erkannt, dadurch übernommen und letztlich weiterverbreitet.
Dagegen möchte ich mit meinem Workshop angehen und Mitarbeiter*innen von Online-Unternehmen zeigen, wie sie:
- diskriminierende Elemente schnell aufspüren und zu hinterfragen lernen
- effizient und schnell Artikel in inklusiver Sprache verfassen können
- am laufenden bleiben können, denn Sprache ist ein sich stets wandelnder Prozess

2. Erfahrungen aus meinem Privatleben
Als queere Frau mit spätdiagnostizierter ADHS erlebe ich selbst immer wieder Momente, in denen ich diskriminiert werde. Ich weiß also aus eigener Erfahrung, was Diskriminierung mit einer Person machen kann. Daher ist es mir ein persönliches Anliegen, meine Lebenswelt anderen zugänglich zu machen und dadurch für Awareness zu sorgen. Mit meinem Workshop möchte ich zur Sensibilisierung bei Menschen beitragen, die bisher wenig oder keine Diskriminierungserfahrung haben, aber auch Menschen mit Diskriminierungserfahrung bestärken, dagegen aufzustehen. Für mich fängt dieser Prozess „im Kleinem“ mit unseren Worten an.

Doch ich habe nicht nur Diskriminierung erfahren, ich habe auch diskriminiert. Wir leben in einem System, das von patriarchalen Strukturen durchflochten ist, die wir seit Generationen internalisiert haben. Es ist unsere Aufgabe, diese Strukturen aufzudecken, zu ent- und umzulernen. Nur so können wir bei unserem Kampf um Gleichberechtigung alle mitnehmen. Möchtest du ein guter Ally sein? Dann ist dieser Workshop auch für dich gemacht!
3. Mein feministisches Frühlingserwachen
Ich war schon immer Feministin. Was genau das eigentlich bedeutet und wie sehr ALLES in unserer Gesellschaft vom Patriarchat geprägt ist, das habe ich erst nach meinem Burn-out erkannt - mit meinem feministischen Frühlingserwachen. Denn patriarchale Strukturen haben jeden Tag Einfluss: auf mein eigenes, aber auch auf dein Leben - ganz egal, ob du dich als Mann, Frau oder außerhalb des binären Systems definierst.
Zum Beispiel in Form von Worten. Als mir dies bewusst wurde, verstand ich endlich den Sinn vom Gendern und begann, auf meine Sprache zu achten. Dabei musste ich zunächst lernen zu erkennen, welche Worte wirklich mir entsprangen und welche meinem patriarchal geprägten Anteil. Diese Worte musste ich entlernen. Danach musste ich umlernen und herausfinden, welche Worte ich stattdessen nutzen kann - ein anhaltender Prozess. An meinen Learnings aus diesem Prozess möchte ich dich teilhaben lassen.
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